Die Haut

Das vielfältigste Organ von allen

Die Haut ist ein sehr komplexes Gewebe mit vielfältigen Aufgaben:

  • Anatomische Barriere – zwischen Tier und seiner Umwelt, wie z.B. Wetter und Temperaturen.
  • Kontaktschicht – durch die Weiterleitung sensorischer Reize wie Schmerz, Druck, Berührung, Temperatur und chemischen Einwirkungen.
  • Sicherheitsschicht – Hydrolipidfilm, Hornschicht (Stratum corneum), Haare und die kutane Mikroflora erschweren das Eindringen pathogener Keime.
  • Schutzschicht – eingelagerte Pigmente (Melanin) und Haare schützen die Epidermis und die tieferliegenden Gewebe vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung. Fetteinlagerung schützt vor Druck und Unterkühlung.
  • Keimschicht – durch das Nachbilden von Hautzellen werden Wunden und andere Verletzungen regeneriert.
  • Regulationsschicht – Wasser- und Elektrolythaushalt sowie die Körpertemperatur werden durch Rezeptoren, Haare, Drüsen und Blutgefäße beeinflusst ...
  • Speicherschicht – für Wasser, Elektrolyte, Fette und Vitamine.
  • Soziale Kommunikation – durch die Möglichkeit, Haare zu sträuben und damit das Körperprofil zu vergrößern, sowie die Produktion diverser Drüsensekrete.


Das Ohr

Das empfindlichste Sinnesorgan

Anatomie des Ohres (Hund)

Das Ohr (lat. Auris) ist ein Sinnesorgan, mit dem Schall, also Geräusche als akustische Wahrnehmung aufgenommen wird. Zum Ohr als Organ gehört auch das Gleichgewichtsorgan.

Das Ohr von Hund und Katze ist hoch entwickelt; es kann höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen, im Idealfall:

Mensch ~ 20–20.000 Hz, maximale Empfindlichkeit im Bereich zwischen 2000 und 4000 Hz

Hund ~ 15–50.000 Hz (nach anderen Quellen bis 100.000 Hz), maximale Empfindlichkeit bei 8000 Hz[2]

Katze ~ 15–100.000 Hz, die obere Frequenzgrenze (100 kHz) liegt im Bereich der Geräusche, die Mäuse als wichtigste Beutetiere von sich geben.

Die beweglichen Ohrmuscheln lassen Hunde Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten als ein Mensch das könnte. Sie sind neben der Hörfähigkeit wichtig als „Signalgeber“ für die optische Kommunikation. Zum Beispiel das Anlegen der Ohren bei Gefahr.

Die Zähne

Die "Waffen" eines Hundes

Hunde und Katzen haben ein typisches Raubtiergebiss, das sie befähigt, Beutetiere zu ergreifen und festzuhalten. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies an den dolchartigen, leicht nach hinten gerichteten Fangzähnen der Katze. Im Gegensatz zu Wiederkäuern und Pferden, die ihre Nahrung zermahlen, werden von Fleischfressern eher größere Futterbrocken abgeschluckt. Lediglich die hinteren Backenzähne beim Hund sind von ihrer Kaufläche her dazu geeignet, Knochen der Beutetiere, aber auch pflanzliche Nahrung zu zerreiben. Dies bedeutet, dass sich der Hund im Gegensatz zur Katze, die ausschließlich schneidende Zahnkanten ohne Kauflächen besitzt, bereits zum Allesfresser entwickelt hat.

Hunde und Katzen werden wie der Mensch zahnlos geboren. Der Durchbruch der Milchzähne (bei Katzen 26, bei Hunden 28) beginnt in der 2.-3. Lebenswoche und ist in der 5.-8. Lebenswoche abgeschlossen.

Im Alter von 4 bis 7 Monaten erfolgt der Zahnwechsel zum bleibenden Gebiss (bei Katzen 30 Zähne, bei Hunden 42 Zähne).

Die ersten vorderen und die hinteren Backenzähne sind nicht als Milchzähne angelegt.

Das Auge

Die körpereigene Filmkamera

Anatomie Auge Hund und Katze

Das Auge (lat. Oculus) ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen. Das Sehorgan (Organon visus) der Wirbeltiere kann in drei Untereinheiten gegliedert werden:

  • den Augapfel – Bulbus oculi (lat.) oder Ophthalmos (griech.),
  • die Anhangsorgane des Auges und
  • die Sehbahn.

Mit einigen Ausnahmen entspricht der Aufbau des Auges vom Hund dem des Menschen.

Früher ging der Mensch von der Annahme aus, dass Hunde nur Graustufen – also nur „schwarz-weiß“ – sehen könnten. Nach heutigen Erkenntnissen sehen Hunde Farben, sind aber rot-grün-blind.

Das Auge enthält bei allen Säugetieren zwei verschiedene Lichtrezeptoren: während die Stäbchen für das Sehen von Graustufen zuständig sind, ermöglichen die Zapfen – ausreichende Beleuchtung vorausgesetzt – das Sehen von Farben. Die Stäbchen sind sehr viel zahlreicher und lichtempfindlicher als die Zapfen. Das trifft auch auf den Menschen zu: in der Dämmerung sehen auch wir nur in Graustufen.

Bei Hunden ist (wie auch bei den meisten anderen Säugetieren, aber nicht beim Menschen) der Augenhintergrund „verspiegelt“. Diese Tapetum lucidum genannte Schicht reflektiert einfallendes Licht, so dass es ein weiteres Mal auf die Stäbchen trifft. Hunde können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen. Diese Schicht ist auch der Grund, warum Hundeaugen im Dunkeln zu leuchten scheinen, wenn man sie anleuchtet.

Es gibt aber noch andere Unterschiede: das Hundeauge ist im Bereich 430 nm – dem Blaubereich – am empfindlichsten, das menschliche Auge im Bereich 550 nm (grün/gelb). Die Sehschärfe ist vermutlich geringer als beim Menschen und auf Bewegung optimiert; stillstehende Dinge werden durch das Gehirn unterdrückt, also kaum wahrgenommen. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Beute des Wolfes optisch selektiert werden muss, da sie sich bewegt.

Das Sichtfeld des Hundes beträgt etwa 240 Grad im Vergleich zu 220 Grad bei der Katzen und 200 Grad beim Menschen.

Innere Organe

Was so alles in Ihrem Hund steckt

Als innere Organe werden im weiteren Sinn alle Organe mit Ausnahme des Grenzorgans Haut bezeichnet. Im engeren und allgemein gebräuchlichen Sinn versteht man darunter die in der Brust- und Bauchhöhle liegenden Organe.

Auch wenn Hunde grundsätzlich die gleichen Organe wie Menschen besitzen, unterscheiden sich doch viele in Größe, Lage und teilweise auch in der Funktionalität deutlich.

Das Herz

Ein Leben ohne wäre undenkbar

Anatomie des Herzens

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, das mit rhythmischen Kontraktionen das Blut durch den Körper pumpt und so die Durchblutung aller Organe sichert. Dabei arbeitet es genauso wie jede Verdrängerpumpe, indem es das Blut ventilgesteuert aus Blutgefäßen (Hohl- bzw. Lungenvenen) ansaugt und durch ein anderes Blutgefäß (Truncus pulmonalis bzw. Aorta) ausstößt.

Ein Leben ohne Herz ist für "höhere" Tiere und den Menschen nicht möglich, deswegen gehört es zu den ersten angelegten Organen während der Embryonalentwicklung.

Das Herz

Ein Leben ohne wäre undenkbar

Anatomie des Herzens

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, das mit rhythmischen Kontraktionen das Blut durch den Körper pumpt und so die Durchblutung aller Organe sichert. Dabei arbeitet es genauso wie jede Verdrängerpumpe, indem es das Blut ventilgesteuert aus Blutgefäßen (Hohl- bzw. Lungenvenen) ansaugt und durch ein anderes Blutgefäß (Truncus pulmonalis bzw. Aorta) ausstößt.

Ein Leben ohne Herz ist für "höhere" Tiere und den Menschen nicht möglich, deswegen gehört es zu den ersten angelegten Organen während der Embryonalentwicklung.

Der Atmungsapparat

Damit Ihr Hund tief Luft holen kann

Die Atmungsorgane ermöglichen den Gasaustausch zwischen Blut und Luft.

Als Atemtrakt oder Atmungsapparat (Apparatus respiratorius) wird das gesamte System der für die Atmung zuständigen Organe bezeichnet.

Dabei werden die luftleitenden Organe oder Atemwege von den dem Gasaustausch dienenden Lungen unterschieden.

Atemerkrankungen können eine Vielzahl von Symptomen (Problemen) hervorrufen, die spezifisch (Leitsymptome) oder unspezifisch für einen Ursprung im Atemapparat sein können.


Der Genitaltrakt

Den Storch gibt es nicht

Der Geschlechtsapparat bzw. die Geschlechtsorgane umfassen bei beiden Geschlechtern die Keimdrüsen als Bildungsstätten (Hoden und Eierstock) der männlichen bzw. weiblichen Keimzellen (Samenfäden bzw. Eizellen), die Ausführwege für die Keimprodukte (Ei- und Samenleiter), die besonders den männlichen Tieren eigentümlichen akzessorischen Geschlechtsdrüsen und schließlich die Begattungsorgane.

Während man die der Begattung dienenden Anteile „äußere Geschlechtsorgane“ nennt, bezeichnet man alle übrigen Abschnitte des Geschlechtsapparates als „innere Geschlechtsorgane“.

Die im Dienste der Fortpflanzung stehenden Organe haben bei beiden Geschlechtern verschiedene Aufgaben zu lösen und unterscheiden sich demgemäß weitgehend in ihrem äußeren Bau und ihrer inneren Organisation.

Der Harnapparat

Was reinkommt muss auch wieder raus

Der Harnapparat steht im Dienste der Exkretion (Ausscheidung).

Zu den Harnorganen gehören die harnbereitenden bzw. Harnabsondernden Nieren (Renes) und die harnableitenden Wege, bestehend aus dem Nierenbecken (Pelvis renalis), dem Harnleiter (Ureter), der Harnblase (Vesica urinaria) und der Harnröhre (Urethra).

Harnapparats-Erkrankungen können je nach Lokalisation der Störung zu Symptomen von Seiten der Nieren, der ableitenden Harnwege oder von Nieren und Harnwegen führen.

Die Ursachen können im Harnapparat liegen: primäre Harnapparats-Erkrankungen oder sie können als systemische oder Organkrankheiten außerhalb des Harnapparates liegen und diesen in Mitleidenschaft ziehen: sekundäre Harnapparats-Erkrankungen (z.B. bei Infektionen, Schock oder Prostataerkrankungen).

Quelle: http://www.tierfreunde.bayer.de